Aktualisiert: Sandregenpfeifer im Fokus

...läuft er weiter, stochert im Boden herum, um dann nach vorne übergebeugt mit einem Fuß auf den Boden zu trommeln. Blitzschnell zieht er einen langen Wurm aus dem Schlick und verschlingt ihn sofort. Ich liege an einem Strand der Ostseeküste, fotografiere und beobachte diesen rund 18 cm kleinen Watvogel. Zur Brutzeit bewohnen Sandregenpfeifer die flache, sandig-steinige Meeresküste, zudem Dünenränder sowie trockene, kurzrasige Strand- und Strauchwiesen. Leider sind Sandregenpfeifer bei uns in Deutschland bedroht: Die Zerstörung der Bruthabitate erfolgt hauptsächlich durch eine weitere Zunahme des Tourismus an Nord- und Ostseeküste bzw. der Sport- und Freizeitaktivitäten, infolge von Küstenschutzmaßnahmen, durch die Sukzession von Pflanzenaufwuchs und die hohe Dichte an Raubsäugern wie Fuchs und Marder. Nun beginnt für die Sandregenpfeifer die heikle Brutzeit... Die Fotos der brütenden Sandregenpfeifer, deren Brutablösung von Männchen zu Weibchen ich auch beobachten konnte, erfolgte von einem öffentlichen Weg aus, in deren Nähe die Sandregenpfeifer - trotz der Strandspaziergänger - ihr Nest gebaut hatten. Viel Spaß beim Betrachten!